Festungsruine Hohenneuffen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

LANDESFESTUNG IN SPEKTAKULÄRER LAGE AM ALBTRAUF

Festungsruine Hohenneuffen

Am Rande der Schwäbischen Alb liegen hoch über der Stadt Neuffen die Überreste einer der größten Höhenburgen Süddeutschlands und bieten einen atemberaubenden Blick auf die liebliche Kulturlandschaft Württembergs.

Blick von der Festungsruine Hohenneuffen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Mit einen weiten Blick auf die umliegenden idyllischen Täler.

Ein geschichtsträchtiger Ort

In 743 m Höhe, strategisch günstig auf dem gleichnamigen Weißjurafelsen gelegen, der aus dem Albtrauf emporsteigt, bietet die Festungsruine Hohenneuffen eine beeindruckende Aussicht auf die umliegenden idyllischen Täler und eine gute Fernsicht bis nach Stuttgart. Der früheste Burgenbau auf dem Hohenneuffen stammt vom Anfang des 12. Jahrhunderts. Urkundlich erwähnt wurde die Burg erstmals 1198 im Besitz der Edelfreien von Neuffen, deren bekanntester Spross der Minnesänger Gottfried von Neuffen war. 1301 fiel die Burg an das Haus Württemberg und war Mitte des 14. Jahrhunderts sogar für einige Jahre Residenz.

Wappen an der Festungsruine Hohenneuffen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Das Wappen zeugt noch von den ehemaligen Besitzern

LANDESFESTUNG DER WÜRTTEMBERGER

Die neuen Herren waren sich des hohen Verteidigungswerts der Anlage bewusst und bauten sie weiter aus, so dass eine große Landesfestung am Albtrauf entstand. Die letzte Bauphase erfolgte im 18. Jahrhundert unter Herzog Karl Alexander, Ziel war es, eine Festung nach französischem Vorbild zu errichten. Der Tod des Monarchen und Geldmangel sorgten aber für einen Abbruch der Arbeiten. Nachdem die Festung militärisch nicht mehr benötigt wurde, ließ man sie verfallen und 1801 zum Abbruch freigeben. Erst Jahre später setzten Bemühungen ein, die Reste der Anlage zu sichern.

ALS GEFÄNGNIS BERÜCHTIGT

Die Festung Hohenneuffen konnte während ihrer militärischen Nutzung von keinem Gegner eingenommen werden. Zweimal allerdings, 1519 gegen den Schwäbischen Bund und 1635 im Dreißigjährigen Krieg gegen die kaiserlichen Truppen, gab die Besatzung die Festung nach Belagerung auf. Neben dem Zweck als militärischer Stützpunkt diente die Festung Hohenneuffen, so wie auch andere Landesfestungen wie Hohenasperg und Hohentwiel, als Gefängnis. Eingekerkert und grausam gefoltert wurden indes nicht nur Straffällige, sondern bevorzugt auch persönliche Gegner der regierenden Herzöge.

Festungsruine Hohenneuffen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Trutzig und strategisch günstig liegt die Festung auf dem Hohenneuffen.

Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Spannende Aussichten.

BESONDERE BEDEUTUNG FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG

Eine besondere Rolle spielte die Festung als Veranstaltungsort der Dreiländerkonferenz 1948, bei der die Gründung des heutigen Südweststaates Baden-Württemberg beschlossen wurde. Heute lockt neben der grandiosen Aussicht die Burggaststätte mit Falknerei zum Aufstieg auf die Festung.


ÖFFNUNGSZEITEN

Burg

1. APRIL BIS 30. OKTOBER
MO – SO 10.00 – 18.00 UHR

RESTAURANT

1. APRIL BIS 30. OKTOBER
MI – SA 9.00 – 22.00 UHR
SO 9.00 – 19.00 UHR
IN DER WINTERSAISON MINDESTENS
SA UND SO 9.00 – 17.00 UHR
Genaue Öffnungszeiten der Wintersaison unter www.hohenneuffen.de
31. Oktober, 24. und 25. Dezember sowie 1. und 2. Januar geschlossen

FALKNEReiVORFÜHRUNGEN

Termine auf Anfrage bzw. unter www.falkner-wolfgang-weller.de

Eintritt

BURGHOF

EINTRITT FREI

FLUGVORFÜHRUNGEN FALKNEREI

ERWACHSENE 5,00 €
KINDER UNTER 14 JAHREN 3,00 €

Versenden
Drucken