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LANDESFESTUNG IN SPEKTAKULÄRER LAGE AM ALBTRAUF

Festungsruine Hohenneuffen

Eduard Paulus auf dem Hohenneuffen; Foto: Deutsches Literaturarchiv Marbach
Architekt, Archäologe und Dichter

Eduard Paulus

Landeskonservator Eduard Paulus (1837–1907) war ein unermüdlicher Erforscher württembergischer Geschichte. 1889 erschien das erste von ihm erarbeitete württembergische Kunstdenkmäler-Inventar, viele weitere folgten. Außerdem gilt Paulus als „Entdecker“ der Festungsruine Hohenneuffen.

Festungsruine Hohenneuffen, Illustration von Robert Stieler, 1887; Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Paulus erforschte Denkmale in Württemberg.

Welche Karriere machte Paulus?

Paulus studierte Architektur, Kunstgeschichte und Klassische Archäologie, reiste nach Italien und arbeitete in einem Stuttgarter Architekturbüro. 1866 begann er, im Statistisch-Topografischen Bureau des Königreichs Württemberg in Stuttgart zu arbeiten. Hier war er als Mitarbeiter seines Vaters Karl Eduard Paulus bei der allgemeinen Landesbeschreibung für Württemberg, den sogenannten Oberamtsbeschreibungen, tätig. Neun Jahre später wurde er zum Konservator der Vaterländischen Kunst- und Altertumsdenkmale ernannt.

Festungsruine Hohenneuffen, Gedenktafel für Eduard Paulus; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Er hat sich um den Hohenneuffen verdient gemacht.

Was verbindet Paulus mit dem Hohenneuffen?

In seiner Zeit als Landeskonservator entdeckte Paulus, zusammen mit dem Uracher Forstmeister Graf von Mandelslohe, den Hohenneuffen als Baudenkmal. Ihm ist es zu verdanken, dass die Festungsruine wieder zugänglich gemacht und gesichert wurde. Für seine Verdienste um die Festungsruine wurde hier 1909 eine Gedenktafel angebracht, geschaffen von Georg Rheineck in neuromanischen Formen.

Festungsruine Hohenneuffen, Blick nach Westen;  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Der Hohenneuffen war einer seiner Lieblingsorte.

Woher kam sein Spitzname?

Für Paulus war der Hohenneuffen ein Lieblingsort, scherzhaft bekam er den Beinamen „Der Alte vom Hohenneuffen“. So lautete auch der Titel eines im Jahr 1900 im Cotta-Verlag erschienen Buches mit „Bergliedern“ von Eduard Paulus. Er hatte eine lyrische Begabung und formulierte viele Erfahrungen und Stimmungen in Gedichtform. Da Paulus vieles drucken ließ, kann man sich heute noch einen Eindruck von seinen heiter-skurrilen, romantischen und ironischen Gedichten machen.

Titelblatt von Eduard Paulus, Die Kunst- und Altertumsdenkmale im Königreich Württemberg; Foto: Universitätsbibliothek Heidelberg

Paulus inventarisierte Denkmale in Württemberg.

Was ist sein grösster Verdienst?

Paulus startete mit der vielbändigen Reihe der „Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg“, die ab 1889 herausgegeben wurde. In den bebilderten Inventaren beschrieb er vor allem Baudenkmale des Mittelalters und der Renaissance-Zeit. Damit begründete er die Inventarisation von Kunstdenkmalen in Württemberg. Allerdings bekam Paulus bald Kritik zu hören: Die Auswahl der aufgenommenen Denkmale sei subjektiv und die Beschreibung der Gebäude nicht wissenschaftlich genug.

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